Terrorismus und Ethik

Im Folgenden haben wir für Sie Unterrichtsmaterialien über das Thema „Terrorismus und Ethik“ zusammengestellt.


Politik / Geschichte / Deutsch / Religion Sekundarstufe I

Sturmgewehre für den Frieden: Waffenlieferung als humanitäre Pflicht?

Aktualität: Die Waffenlieferungen an irakische Kurden im Kampf gegen die terroristische Gruppe Islamischer Staat (IS) ist das bestimmende Thema der deutschen Außenpolitik. Es berührt aktuelle Fragen unserer Zeit wie den Kampf gegen den Terrorismus, die Rolle der deutschen Außenpolitik sowie die Frage nach einer gerechten und friedlichen Zukunftsordnung.

Lehrplanbezug: Die Frage nach deutschen Waffenlieferungen lässt sich mit verschiedenen Lehrplanthemen verbinden. Sie berührt die Fragestellungen Recht und Gerechtigkeit und Völkergemeinschaft und Frieden. Neben der Frage, inwiefern es einen gerechten Krieg gibt, kann die vorliegende Stunde auch folgenden Themen zugeordnet werden: Utopien (z.B. Lehrplan Sachsen, Klassenstufe 10), Menschenrechte (z.B. Lehrplan Berlin, Themenfeld „Mensch und Gemeinschaft“), Ethisch argumentieren (z.B. Lehrplan Bayern, Klassenstufe 8).

Didaktische Erläuterung: Die Hinführungsphase dieser Stunde ist umfangreich, da zunächst das Vorwissen der Lerngruppe gesammelt werden muss. Das Vorwissen um die Organisation „Islamischer Staat“ ist Voraussetzung für die anschließende Erarbeitung der Problemstellung. Die Waffenlieferungen werden in der Regel mit zwei Argumenten gerechtfertigt: einerseits als humanitäre Hilfe für die Opfer des IS und andererseits als sicherheitspolitische Maßnahme zur Stabilisierung des Iraks und Syrien. Beide Argumente sind schwer voneinander zu trennen und sollten bei der Fragestellung berücksichtigt werden. Bei der intuitiven Problemlösung sollen sich die Schüler/-innen in verschiedene Standpunkte hineinversetzen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass alle Lernenden alle sechs Positionen bearbeiten. Beispielsweise können drei Positionen von der Lehrkraft gefordert werden. Schnelle Schüler/-innen haben die Möglichkeit, sich weitere Positionen auszudenken (Binnendifferenzierung). Die Jugendlichen sollten die Möglichkeit haben, sich mit ihrem Sitznachbarn über die verschiedenen Standpunkte auszutauschen (Think – Pair – Share), bevor die Ergebnisse im Plenum vorgestellt werden. Es ist sinnvoll, die Argumente der Klasse an der Tafel festzuhalten, da sie für die späteren Aufsätze genutzt werden können. In der Phase der kontrollierten Problemlösung sollen die Lernenden möglichst selbstständig in Einzelarbeit einen eigenen Standpunkt zur Stundenfrage entwickeln und diesen argumentativ in Form eines Aufsatzes festhalten. Mithilfe der vorgegebenen Argumente auf dem Arbeitsblatt sowie der gesammelten Beispiele an der Tafel haben alle Schüler/-innen eine ausreichende Grundlage, um ihren Standpunkt abzuwägen und zu begründen. Sollte die Lerngruppe noch ungeübt im ethischen Argumentieren sein, kann es sich anbieten, diese Phase durch mehrere Auswertungen im Plenum zu unterbrechen. In der folgenden Sicherung können die Schüler/-innen ihre Aufsätze vorstellen. Die Lerngruppe hat dabei die Aufgabe zu beurteilen, ob die formalen Merkmale eingehalten worden sind. Als Hilfestellung dient hierbei ein Raster, das auch schon während der Phase der kontrollierten Problemlösung aufgelegt werden kann. Eine interessante Möglichkeit ist, die Meinung der gesamten Lerngruppe anzufragen und an der Tafel zu visualisieren. In der Transferphase sollen die Schüler/-innen ihre eigenen Aufsätze anhand des Rasters überarbeiten. 

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Sturmgewehre für den Frieden: Waffenlieferungen als humanitäre Pflicht?

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Politik / Geschichte / Deutsch / Religion Sekundarstufe I

Konflikte gewaltfrei lösen – aber wie?

„Gewalt im Gazastreifen, Kämpfe in der Ukraine, Terror im Irak …“ Leider spielt das Thema „Gewalt“ im aktuellen Tagesgeschehen eine Hauptrolle. Bereits Schüler/-innen der Stufen 5 und 6 werden durch die Ereignisse der letzten Wochen und Monate mit dem Thema „Gewalt und Krieg“ konfrontiert. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die vorliegende Stunde das Thema aus einer anderen Perspektive und geht der Frage nach, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann. Der Einstieg der Unterrichtsstunde kann zukünftig aktualisiert bzw. durch andere – für die Schüler/-innen relevante – Ereignisse ersetzt werden. Lehrplanbezug: Die vorliegende Unterrichtsstunde kann in die Themen Gewalt und Aggression sowie Lust und Pflicht, die beide in den Fragenkreis nach dem guten Handeln gehören, eingebettet werden. Die Stunde knüpft insoweit an die Lebenswelt der Jugendlichen an, als ein gutes und glückliches Leben nur durch ein gewaltfreies Miteinander möglich ist. Didaktische Erläuterung: Die Schüler/-innen sollen in der vorliegenden Stunde das Prinzip des gewaltfreien Widerstandes erfassen, indem sie den zentralen Begriff der „Satyagraha“ der Philosophie der Gewaltlosigkeit Gandhis anhand ihrer Regeln erarbeiten und kritisch reflektieren. Als Hinführung in diese Stunde dienen zwei aktuelle Fotos aus Krisengebieten, in denen es zu Gewalttätigkeiten gekommen ist. Die Fotos werden durch die Beschreibung konkreter Konfliktsituationen unterstrichen, die zum einen die Schüler/-innen zum Stundenthema und insbesondere zur Problemstellung der Stunde hinführen und zum anderen zur genaueren Auseinandersetzung mit gewaltfreier Konfliktlösung motivieren sollen. Durch den Einsatz der Ampelmethode, müssen die Schüler/-innen darüber entscheiden, ob sie Gewalt als legitime Konfliktlösung akzeptieren oder ablehnen.1 Zugleich wird auf spielerische Weise deutlich, welche Lösungsmöglichkeit von der Gruppe bevorzugt wird. Die Problemstellung, die sich aus dieser Hinführung ergibt, wird an der Tafel festgehalten. Im Anschluss daran, entwerfen die Schüler/-innen stichwortartig eine gewaltfreie Handlungsalternative zu einer der zwei Konfliktsituationen aus der Hinführung. Diese werden von einem Schüler oder einer Schülerin an der Tafel notiert. Diese Notizen können sowohl am Ende der intuitiven Phase als Zusammenfassung als auch am Ende der Stunde dazu genutzt werden, die Eindrücke vom Beginn der Stunde zu rekapitulieren und mit den Ergebnissen der Stunde zu vergleichen. Die Phase der kontrollierten Problemlösung basiert auf einem Wechsel von Einzel- und Partnerarbeit. Die Schüler/-innen erhalten je drei unterschiedliche Regeln (I oder II) der Satyagraha, die sie in der Einzelarbeit in ihrem eigenen Lerntempo erläutern müssen.2 Anschließend erklären sie sich als Duett gegenseitig die Inhalte der jeweiligen Regeln. Ein Duett stellt anschließend im Plenum die Ergebnisse exemplarisch vor. In der Festigungsphase sollen die Schüler/-innen durch die Ampelmethode die zwei Konfliktsituationen aus der Hinführungsphase nun noch einmal aus der Sicht Gandhis und damit auf der Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse begründet beurteilen sowie ihre eigenen gewaltfreien Handlungsalternativen mit der Gandhis vergleichen. In einer abschließenden Transferphase ist es möglich, auf die Fotos aus der Hinführung zurückzukommen. Die Schüler/-innen diskutieren nun, inwieweit Gandhis gewaltfreie Konfliktlösung geeignet ist, aktuelle Krisen zu lösen.

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Konflikte gewaltfrei lösen – aber wie?

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Geschichte Sekundarstufe II

Terrorismus in der Bundesrepublik. Die „Rote Armee Fraktion“

Die “Rote Armee Fraktion” ist bis heute vielschichtiges Thema in Kunst, Literatur und (Populär-)Wissenschaften. Die vorliegende Ausgabe von “Geschichte betrifft uns” behandelt den linken Terrorismus in der Bundesrepublik vor allem im Hinblick auf sein Weltbild und seine Sprache. Als historische Quellen werden in diesem Zuge Skizzen, Botschaften und Flugblätter der RAF interpretiert.

Im ersten Teil der Ausgabe werden die Unterschiede zur Guerilla deutlich gemacht und die RAF im internationalen Vergleich betrachtet. Der zweite Teil befasst sich mit der Ideologie der RAF, und verschiedene Ereignisse wie der Anschlag auf den Springer Verlag und die Schleyer-Entführung werden im dritten Teil dargestellt. Fragen zu dem Urteil über die RAF, zur Rechtfertigung von Isolationshaft und des Anti-Terror-Gesetzespakets runden die Einheit ab.

Mithilfe der vorgeschlagenen Behandlung des Themas im Unterricht vertiefen die Schüler/-innen Fähigkeiten im kritischen Umgang mit diversen zeithistorischen Quellen, lernen verschiedene Interpretationsansätze zur RAF kennen und diskutieren diese. Nicht zuletzt vergegenwärtigen sie sich Grundsätze des demokratischen Rechtsstaats und verorten sich in diesem.

Diese Ausgabe beinhaltet:

✔ Einstiegsmodul: Biografien – Opfer, Täter, Schriftsteller
✔ Grundkurs: Linker Terrorismus in der Bundesrepublik 
✔ Erweiterungsmodul: Deutscher Herbst
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

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Terrorismus in der Bundesrepublik

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Terrorismus in der Bundesrepublik


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Infografiken – Terrorismus und Ethik

Sekundarstufe I und II

Internationaler Terrorismus

Vorläufer des modernen Terrorismus finden sich bereits im 19. Jahrhundert. Ab den 1880er Jahren verübten russische Anarchisten gezielt Attentate auf Entscheidungsträger des Zarenreiches. Diesem Vorbild folgten auch oppositionelle Gruppen in anderen Ländern. Eine weite Verbreitung fanden terroristische Taktiken dann in den Entkolonialisierungskriegen der 1950er und 1960er Jahre, wo sie meist flankierend zur Guerillakriegführung gegen die jeweilige Kolonialmacht eingesetzt wurden. Die Internationalisierung des Terrorismus begann jedoch erst in den 1970er Jahren mit dem Aufkommen weltweit agierender Terror-Organisationen. Für die Zeit ab 1970 hat das Forschungsprojekt START an der…

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Infografik – Internationaler Terrorismus


Sekundarstufe I und II

Die Vereinten Nationen gegen den Terrorismus

Die Anschläge vom 11. September 2001, denen in New York, Washington und Pennsylvania etwa 4 000 Menschen zum Opfer fielen, stellten die Gefährlichkeit des internationalen Terrorismus brutal unter Beweis. Lange schienen sich terroristische Aktionen auf regionale Konfliktzonen (wie im Baskenland, in Nordirland oder im Nahen Osten) zu beschränken. Spätestens mit dem frontalen Angriff auf die führende Weltmacht ist die terroristische Gefahr jedoch selbst zu einem Faktor der Weltpolitik geworden. So jedenfalls sah es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, als er in seiner Resolution 1368 vom 12.9. 2001 die Anschläge in den USA wie auch andere Akte des internationalen Terrorismus als…

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Infografik – Die Vereinten Nationen gegen den Terrorismus


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