Der Erste Weltkrieg

Im Folgenden haben wir Unterrichtsmaterial, Zahlenbilder und Audiomaterial zum Ersten Weltkrieg für Sie zusammengestellt.


Geschichte Sekundarstufe II

Der Erste Weltkrieg – Eine Katastrophe der negativen Identitätsstiftung

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Zweifelsfrei stellte der Erste Weltkrieg die Welt vor eine Reihe von Katastrophen. Auf den Begriff zu verzichten wäre folglich genauso unangemessen wie einmal mehr George F. Kennans „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zu bemühen. Dabei hatte der US-Diplomat vollkommen Recht in der Annahme, dass mit dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 und der Unterzeichnung des Versailler Vertrags am 28. Juni 1919 die lange Konfliktkette noch nicht zum Ende gekommen war. 
Die Erwartungen der Großmächte zu Beginn des Kriegs erfüllten sich auf keiner Seite – ja auf einer Seite blieben zunächst auch keine Großmächte zurück. Finanziell waren alle langfristig am Krieg beteiligten Mächte ruiniert, Nordfrankreich verwüstet, die mitteleuropäische Staatenwelt neu gestaltet mit allen Chancen, Problemen und Grenzen. Die Hungerkatastrophe hatte die Heimatfront auf Seiten der Mittelmächte ebenso zum Schauplatz des Massensterbens gemacht wie die Kampfhandlungen an der Westfront, an der die durch die Industrielle Revolution ermöglichten neuen Waffen von beiden Seiten zur Kriegsführung eingesetzt worden waren und in voller Wucht aufeinanderprallten. Ein neuer Grad der Verrohung hatte sich durch die Materialschlachten (schwere Artillerie, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Granatwerfer, Panzer, eigens für den Grabenkampf entwickelte Waffen) und den Einsatz von Gas oder den U-Boot-Krieg tief im kollektiven Gedächtnis der Nationen festgesetzt. Die vor dem Beginn des Krieges durchaus gepflegten internationalen Friedensbestrebungen und Friedenskonzeptionen waren so vollständig gescheitert, dass erst einmal das Vertrauen in ein tragfähiges Fundament der Staatenwelt zerstört worden war. Der Völkerbund hatte in diesem Klima von Beginn an einen schweren Stand.
Gerade am Beispiel des Deutschen Reiches lässt sich die Diskrepanz zwischen nationalen Erwartungen, den Überforderungen in der Wahrnehmung des Krieges und den unbewältigten Enttäuschungen als identitätsstiftendes Erlebnis zweier Generationen beobachten. Die Legende vom Aufstieg und Niedergang der Weltmacht stellte in den frühen Jahren der Weimarer Republik ein dünnes einendes Band dar. Die einzige gemeinsame Grundlage der Weimarer Parteien lag wohl in der dezidierten Absicht, den Versailler Vertrag, der mit immer neuen Schmähnamen („Schandfrieden“, „Diktat“) bezeichnet wurde, nach sich bietenden Auswegen zu durchforsten oder ihn gar zu revidieren. Die „Zwillingslegende“, mit der Deutschlands Verantwortung am Weltkrieg bestritten und ein „Dolchstoß“ für die Niederlage verantwortlich gemacht wurde, vergiftete über die gesamte Dauer der Republik das politische Klima und diente als Legitimation nicht zuletzt für politischen Terror und Extremismus. Dass Art. 231 des Versailler Vertrags das Wort „Schuld“ enthielt, wussten alle diejenigen, die den Vertragstext nie gelesen hatten.
Der totale Krieg zeitigte eine totale Katastrophe, die im Folgenden in einigen Schwerpunkten analysiert werden soll, um verschiedene Dimensionen begreifbar zu machen. Vorab sei noch angemerkt, dass das verwendete Paradigma einer negativen Identitätsstiftung nicht mit der Annahme gleichgesetzt werden darf, dass die Weimarer Republik in Folge des verlorenen Weltkriegs von Beginn an chancenlos gewesen sei.

Diese Ausgabe beinhaltet:

✔ Einstiegsmodul
✔ Grundkurs (Der Krieg fängt im Kopf an; Kriegsursachen und -anlass; Reaktionen auf den Krieg)
✔ Vertiefungsmodul (Soldaten im technisierten Krieg; Wie lange lässt sich der Krieg aushalten?)
✔ 2 Folien
✔ Klausurvorschlag
✔ und über 30min Videomaterial

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
Der Erste Weltkrieg

Das gesamte Unterrichtsmaterial
Der Erste Weltkrieg


Geschichte Sekundarstufe II

Der Versailler Vertrag

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Im August 1918 erklärte die Oberste Heeresleitung (OHL) unter Generalfeldmarschall von Hindenburg und General Ludendorff nach tiefen Einbrüchen der Alliierten in die deutschen Linien bei Amiens die Fortführung des Krieges für aussichtslos. Einen Monat später forderten die beiden Militärs ultimativ die sofortige Einleitung von Waffenstillstandsverhandlungen. Daraufhin wandte sich die Berliner Regierung an den amerikanischen Präsidenten mit dem Gesuch, „die Herstellung des Friedens in die Hand zu nehmen …“ Mit dem Adressaten verband sich die deutsche Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang des Krieges. US-Präsident Wilson hatte nämlich in seinen „Vierzehn Punkten“ vom Januar 1918 ein Friedensprogramm vorgestellt, das eine Neuordnung Europas auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes der Völker vorsah und das den Deutschen erträgliche Friedensbedingungen in Aussicht stellte. Der Waffenstillstand, den die von Matthias Erzberger (Zentrum) geführte deutsche Delegation am 11. November 1918 im Walde von Compiègne (ca. 60 km nordöstlich von Paris) ohne Möglichkeit von Verhandlungen unterzeichnete, trug freilich ganz andere Züge und ließ bereits erahnen, wie der Frieden aussehen würde. Neben der Ablieferung von Waffen in großem Umfang verlangten die Alliierten die Räumung der besetzten französischen, belgischen und luxemburgischen Gebiete sowie Elsass- Lothringens und den Rückzug der deutschen Truppen aus den linksrheinischen deutschen Territorien. Die alliierte Seeblockade mit ihren schlimmen Folgen für die Versorgung der Bevölkerung und die Wirtschaft wurde nicht aufgehoben. Marschall Foch, der alliierte Oberbefehlshaber in Frankreich, sah Deutschland „den Siegern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert“.

Die große Mehrheit der Deutschen traf der Waffenstillstand von Compiègne völlig unvorbereitet. Ihre Soldaten standen tief im Feindesland. Im März 1918 war in Brest-Litowsk ein Eroberungs- und Gewaltfrieden mit dem bolschewistischen Russland geschlossen worden, der Auftrieb gegeben hatte, nun auch im Westen einen solchen Sieg-Frieden herbeizuführen. Und nicht zuletzt hatte eine rege Propaganda immer wieder suggeriert, dass Deutschland aus diesem Krieg als Sieger hervorgehen würde. Zwar hatte es ab 1916 zunehmende Auseinandersetzungen um den Charakter des künftigen Friedens gegeben und die Forderung nach einem Verständigungsfrieden war immer lauter geworden, aber eine vollständige deutsche Niederlage wurde dabei kaum in Betracht gezogen. So schwankte denn die öffentliche Wahrnehmung des Waffenstillstands zwischen Erleichterung über das Ende des Blutvergießens und Bestürzung über die harten Bedingungen. Alles in allem jedoch wurde die Aufmerksamkeit der meisten Deutschen von den Vorgängen im Innern viel stärker in Anspruch genommen: Während die Fronten weit entfernt zu sein schienen, fegte eine revolutionäre Welle die Monarchie hinweg und an ihre Stelle trat in einer Phase gewaltsamer Unruhen die Weimarer Republik. Hier liegt übrigens der Keim einer später verbreiteten Auffassung, dass Deutschland nicht an der Front geschlagen worden sei, sondern die Revolutionäre im Innern dem siegreichen deutschen Heer in den Rücken gefallen seien (Dolchstoßlegende). Die Friedensverhandlungen begannen am 18. Januar 1919, genau 48 Jahre nach der Proklamation des preußischen Königs zum Deutschen Kaiser, und sie wurden an dem Ort geführt, wo diese Proklamation stattgefunden hatte: im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles. Dort berieten die Vertreter der Siegermächte mehrere Monate über die Friedensbedingungen. Dabei dominierten freilich die „Großen Vier“: Clemenceau (Frankreich), Lloyd George (Großbritannien), Wilson (USA) und Orlando (Italien). Einig war man sich über das Ziel, nämlich einen dauerhaften Frieden zu schaffen. Über den Weg dorthin gab es jedoch gewaltige Differenzen. Während Clemenceau für Maximalforderungen gegenüber Deutschland bis hin zur Abtrennung des linken Rheinufers eintrat, um so Frankreich vor einer erneuten deutschen Aggression zu sichern, war Lloyd George darauf bedacht, im Sinne der traditionellen britischen Politik des „balance of power“ Frankreich nicht zu stark und Deutschland nicht zu schwach werden zu lassen. Wilsons Haltung war zunächst von idealistischen Vorstellungen geprägt, die zunehmender Ernüchterung wichen.

In dieser Ausgabe:

✔ 1. Teil: Friedensprojekte
✔ 2. Teil: Vom Waffenstillstand zum Friedensvertrag
✔ 3. Teil: Der Versailler Vertrag in der zeitgenössischen politischideologischen Auseinandersetzung und im geschichtswissenschaftlichen Diskurs
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
Versailler Vertrag

Das gesamte Unterrichtsmaterial
Versailler Vertrag


Beim Bergmoser + Höller Verlag finden Sie unter buhv.de ein breit gefächertes Angebot an Unterrichtsmaterial, Arbeitsblättern und Kopiervorlagen.

Auch unter arbeitsblaetter-online.de finden Sie ergänzendes Unterrichtsmaterial zum ersten Weltkrieg.

Infografiken – Erster Weltkrieg

Sekundarstufe I und II

Juli-Krise 1914: Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges

Der Erste Weltkrieg gilt als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Aus deutscher Sicht bereiteten sein Verlauf und vor allem seine Beendigung im Versailler Friedensvertrag den Boden für die spätere Machtübernahme der Nationalsozialisten und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Die tieferen Ursachen des ersten „Großen Krieges“ reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert, als der globale Wettlauf der europäischen Großmächte um Kolonien und Einflusszonen eine solche Dynamik entfachte, dass um die Jahrhundertwende fast alle noch „freien“ Räume der Erde ausgefüllt waren (Phase des „Hochimperialismus“). Das Bestreben des deutschen Kaisers, in…

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Infografik – Juli-Krise 1914: Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges


Sekundarstufe I und II

Der Friedensvertrag von Versailles

Friedensschlüsse sollen kriegerische Konflikte beenden und den Neubeginn normaler Beziehungen zwischen den Kriegsparteien ermöglichen. Einem solchen Ergebnis stand der Friedensvertrag von Versailles, der am 28.6.1919 zwischen den Siegermächten des ersten Weltkriegs und dem Deutschen Reich geschlossen wurde und am 19.1.1920 in Kraft trat, jedoch selbst im Weg. Nach intensiven Verhandlungen zwischen den alliierten Mächten war er ohne Beteiligung der deutschen Seite zustande gekommen und von der Reichsregierung nur unter dem Druck eines militärischen Ultimatums unterzeichnet worden.

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Infografik – Der Friedensvertrag von Versailles


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