China

Im Folgenden haben wir Videos, Unterrichtsmaterial, Zahlenbilder und
Arbeitsblätter zum Thema „China“ für Sie zusammengestellt.


Geschichte Sekundarstufe II

China seit dem 19. Jahrhundert

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Boxeraufstand, Kaiserreich und Bürgerkriege, “Langer Marsch”, “Großer Sprung nach vorn” und “Kulturrevolution”: Die chinesische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ist thematisch vielfältig und geprägt von Gegensätzen. Die Materialien dieser Ausgabe geben einen Einblick in die wesentlichen Ereignisse dieser Zeit, einschließlich der Periode der Abkehr von Mao unter Deng Xiaoping und des rasanten Wandels Chinas im Zuge der wirtschaftlichen Öffnung.
Methodisch kann abwechslungsreich gearbeitet werden: Der Umgang mit Geschichtskarten und Grafiken wird ebenso geschult wie die Analyse von Bildern und Karikaturen und die Arbeit mit Quellenmaterial bzw. mit aktuellen (Interview-)Texten.

Ab dem 19. Jahrhundert wandelte sich die Position Chinas von der beherrschenden Macht dieses geografischen Raums hin zu einem Objekt konkurrierender Kolonialinteressen. China wurde für rund 100 Jahre zum Spielball der europäischen Mächte und sukzessive zu einem semikolonialen Staat degradiert. Seit den 1830er-Jahren nahm der Druck der Europäer, insbesondere der Briten (Opiumkriege) massiv zu. Innere Bedrohungen der staatlichen Ordnung, z.B. durch den antikonfuzianistisch geprägten Taiping-Aufstand (1850—1864) mit ca. 20 Millionen Toten, führten zu einem weiteren Verfall von Staat und Kaiserhof, ein Umstand, den die imperialistischen Mächte auszunutzen wußten: Die „Pachtgebiete“, Einflusszonen und Konzessionen Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands oder Russlands in zahlreichen Städten wie Hongkong, Shanghai, Qingdao u.a. zeugen davon. 1900 begannen die sogenannten „Boxer“, eine zunächst antidynastische — also gegen die Herrschaft der Mandschu gerichtete — später dann insbesondere fremden feindliche Geheimgesellschaft, einen Aufstand mit dem Ziel, alle Ausländer, insbesondere die christlichen Missionare, aus dem Land zu vertreiben. Das Herrscherhaus stellte sich auf ihre Seite, überschätzte allerdings deren Stärke und Möglichkeiten. Ein marodisierender Mob ermordete Ausländer und zum Christentum konvertierte Chinesen, woraufhin die Großmächte in einer gemeinsamen Aktion den Aufstand niederschlugen und im anschließenden „Boxerprotokoll“ vom September 1901 China u.a. immense Reparationszahlungen auferlegten — ein Umstand, der den Staatshaushalt ruinierte und zum Niedergang des Kaiserreiches erheblich beitrug. Auch nach der Revolution von 1911 und der Ausrufung der Republik durch Sun Yatsen setzte keine innere Stabilisierung ein, vielmehr blieb China nach 1912 ein von Bürgerkriegen zerrissener und von Sezessionen bedrohter Staat. Warlords kämpften in den verschiedenen Provinzen um die Vormacht. Sie befehligten eigene Armeen und sicherten ihren Unterhalt aus der jeweils beherrschten Region. Prägend wurde dann die Auseinandersetzung zwischen der Guomindang, der Nationalen Volkspartei Sun Yatsens, und der 1921 in Shanghai gegründeten Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), eine Auseinandersetzung, die zusätzlich von einer zunehmenden japanischen Aggression begleitet wurde. Diese Zeit vom Ende des Kaiserreichs bis zur Ausrufung der Volksrepublik durch Mao Zedong 1949 ist in ihrer herrschaftsgeschichtlichen Dimension ebenso vielschichtig wie in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. Aus der Perspektive der chinesischen Bevölkerung lässt sich diese Epoche getrost als Krieg und Chaos bezeichnen. Setzt man jedoch den Umsturz der politischen Ordnung und die Versuche zur Befreiung von tradierten und belastenden Gesellschaftsbedingungen in den Fokus der Betrachtung, kann der Begriff der Revolution angewandt werden. Blickt man auf längerfristige strukturelle Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft — vor allem ab Mitte der 20er-Jahre unter Chiang Kaishek (1887—1975) — ist der Aspekt der Modernisierung ein durchaus erkenntnisleitender Begriff. Die hier deutlich werdende Ambivalenz dieser Phase sollte sich jedenfalls für den Aufstieg der Kommunisten unter Mao Zedong als wegweisend und prägend erweisen.

Die Geschichte Chinas im 19. und 20. Jahrhundert wird hier in vier Phasen gegliedert:

✔ China als semikolonialer Staat
✔ Revolution, Bürgerkrieg und Zweiter Weltkrieg
✔ Die Volksrepublik China seit 1949 und
✔ Das moderne China seit 1978/79

Diese Ausgabe beinhaltet:

✔ Einstiegsmodul: Annäherungen an China
✔ Grundkurs
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
China seit dem 19. Jahrhundert

Das gesamte Unterrichtsmaterial
China seit dem 19. Jahrhundert


Geographie Sekundarstufe II

China – Wachstum versus Lebensraum?

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Diese Ausgabe behandelt das Thema “China-Wachstum versus Lebensraum?”. Erarbeiten Sie mit Ihrer Lerngruppe ein differenziertes Bild dieses “Global Players” und analysieren Sie mit spannenden Materialien Chancen und Probleme, die aus dem Wachstum des riesigen und vielschichtigen Landes resultieren.
Wenn China erwacht, wird die Welt erbeben, soll einst Napoleon gesagt haben. China, das „Reich der Mitte“, hat seinen Ursprungsraum in den fruchtbaren Lössgebieten des Nordens rund um den „Gelben Fluss“. In seiner rund 1300– jährigen Geschichte (nach der Einigung unter der Qin– und Han–Dynastie 221— 206 v. Chr. und 202—220 n. Chr.) erlebte es zunächst — trotz mancher Rückschläge durch aus dem Norden stammende Angriffe von Nomadenvölkern — einen kulturellen, ökonomischen und politischen Aufstieg. So erbrachte das chinesische Volk im Verlauf seiner Geschichte viele herausragende kulturelle Leistungen. Lange vor den Europäern kannte es das Papier, Geld, den Buchdruck, stellte Schießpulver und Raketen, Porzellan, Seide und Stahl her, beherrschte die Orientierung mit dem Kompass und berechnete die Planetenlaufbahn. Ab dem 19. Jahrhundert jedoch wurde China zum Spielball der europäischen Mächte und sukzessive zu einem semikolonialen Staat degradiert. Denken wir hier an die sogenannten Pachtgebiete, Einflusszonen und Konzessionen Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands oder Russlands in zahlreichen Städten wie Hongkong, Shanghai oder Qingdao. Für rund 100 Jahre verharrte es in diesem Zustand, der nach 1912 von Bürgerkriegen und der japanischen Aggression begleitet wurde, bis unter Mao Zedong ab 1949 die Volksrepublik China begann, sich zunächst auf politischer Ebene als regionaler Machtfaktor zu etablieren. Der seit der wirtschaftlichen Öffnung und den damit einhergehenden Reformen unter Deng Xiaoping ab 1979/80 erneut begonnene Aufstieg zur Weltmacht entbehrt allerdings nicht einer politischen und wirtschaftlichen Brisanz. „Das Mittelmeer ist der Ozean der Vergangenheit, der Atlantik ist der Ozean der Gegenwart, und der Pazifik ist der Ozean der Zukunft“, lautete eine Prognose des US–Außenministeriums Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Aussage sollte sich zuerst durch den Aufstieg Japans, gefolgt von den sogenannten „Tigerstaaten“ Südkorea, Taiwan und Singapur bewahrheiten. Seit dieser Zeit beherrscht die „asiatische Herausforderung“ die Schlagzeilen der westlichen Medienlandschaft. Diese wird aufgrund des starken Wachstums der exportorientierten Volkswirtschaften dieser Staaten insbesondere ökonomisch verstanden, wobei aber neben sozialen und ökologischen Folgen zunehmend auch der Aspekt eines kulturellen Wettbewerbs betont wird. Seit nun spätestens ab den 1990er Jahren China als Global Player die Weltbühne betreten hat, ist in diesem Zusammenhang vom „Wirtschaftsgiganten“ oder der künftigen „Supermacht“ China die Rede, woraus ein „asiatisches Jahrhundert“ erfolgen werde. Zahlreiche auch geographische Fakten und Faktoren mögen dafür sprechen. China — ein Land der Superlative: Hier befindet sich mit dem Mount Everest der höchste Berg der Welt und mit dem Nam Co der weltweit höchstgelegene größere See. Der Jangtse ist der drittlängste Fluss der Welt, China selbst mit einer Fläche von 9,572 Millionen km² das viertgrößte Land der Erde mit Anteil an fast allen Klima– und Vegetationszonen. China — das ist der Aufsteiger des 20. und die neue Weltmacht des 21. Jahrhunderts. Aufgrund seiner Bevölkerungszahl von 1,314 Milliarden Menschen — allein in China gibt es 175 Städte mit mehr als einer Million Einwohner, davon sogar 7 mit über 10 Millionen — darunter mit Chongqing (rund 30 Millionen Einwohner) auch noch die größte Stadt der Welt (zum Vergleich: in Nordamerika sind es 46, in Europa 60 Millionenstädte bzw. Agglomerationen), aber vor allem auch aufgrund der politischen Öffnung und der rasanten und staunenswerten wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Entwicklung der letzten rund 30 Jahre hat die Volksrepublik China ein Gewicht erlangt, dem nicht nur Asien, sondern auch Europa und die USA eine entsprechende Bedeutung beimessen müssen. Es ist also noch nicht lange her, dass es für Deutschland beispielsweise von nur geringer Bedeutung war, was in China geschieht. Seit aber das einstige Entwicklungsland ein zentraler Akteur im globalen Machtspiel geworden ist, der sich aktiv an der Ausgestaltung der politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen beteiligt, beeinflusst China unser Alltagsleben auf vielfältige Weise. Nicht nur in Form von Produkten „made in China“ wie Textilien, Spielzeug oder Elektroartikel, auch konjunkturelle Schwankungen sowie Chinas Energie– und Rohstoffbedarf haben beispielsweise Einfluss auf die Sicherheit deutscher Arbeitsplätze.

Diese Ausgabe beinhaltet:

✔ Einstiegsmodul: Annäherungen an China
✔ Aufbaumodul: China in der internationalen Geopolitik
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
China – Wachstum versus Lebensraum?

Das gesamte Unterrichtsmaterial
China – Wachstum versus Lebensraum?


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Infografiken – China

Sekundarstufe I und II

Das politische System Chinas

Seit dem Tod Mao Zedongs im Jahr 1976 hat die Volksrepublik China eine beispiellose ökonomische Entwicklung durchlaufen und sich als wirtschaftliche Großmacht auf der Weltbühne zurückgemeldet. Grundlage dieser Entwicklung war eine Reformpolitik, die sich in pragmatischen Schritten von der sozialistischen Planwirtschaft löste und den Übergang zur heutigen „sozialistischen Marktwirtschaft“ ermöglichte. Entsprechende Reformschritte auf politischem Gebiet blieben jedoch aus. In ihrem Bemühen, die sozio-ökonomische Modernisierung zu steuern und zu kontrollieren, hielt die Führung am bestehenden Herrschaftssystem fest, in dem die Kommunistische Partei (KPC) über ein…

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Infografik – Das politische System Chinas


Sekundarstufe I und II

Das Wachstum der Wirtschaft Chinas

Anfang des 19. Jh. war China noch das wirtschaftlich mächtigste Land der Erde. Diese Stellung ging mit dem industriellen Aufstieg Europas, Nordamerikas und Japans verloren. Inzwischen ist die Volksrepublik China aber zunehmend selbstbewusst in den Kreis der führenden Wirtschaftsnationen zurückgekehrt. Nach dem Tod Mao Zedongs (1976) hatte die Parteiführung unter Deng Xiaoping Ende der 1970er Jahre erste Wirtschaftsreformen eingeleitet und damit eine zunehmend dynamische Entwicklung in Gang gesetzt. Die ersten Reformschritte (ab 1978) galten der außenwirtschaftlichen Öffnung, durch die der Außenhandel angeregt und ausländisches Kapital ins Land geholt werden sollte….

Downlaod:
Infografik – Das Wachstum der Wirtschaft Chinas


Sekundarstufe I und II

Asien zwischen Krise und Boom

Mitte des 20. Jahrhunderts galt Asien als schlafender Riese. Mit seinen 1,4 Milliarden Menschen (1950) umfasste der Kontinent damals bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, aber große Teile davon lebten unter den Bedingungen äußerster Armut und Unterentwicklung. Durch Öffnung nach außen gewannen die führenden asiatischen Volkswirtschaften in den folgenden Jahrzehnten jedoch Anschluss an die Weltwirtschaft und entfesselten eine äußerst dynamische Entwicklung: Japan ging nach dem Zweiten Weltkrieg voran, in den sechziger Jahren folgten die „kleinen Tiger” (Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur), dann Malaysia, Thailand und Indonesien, ab den achtziger Jahren China und…

Downlaod:
Infografik – Asien zwischen Krise und Boom


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