DDR

Im Folgenden haben wir Unterrichtsmaterial, Zahlenbilder und Audiomaterial zur DDR für Sie zusammengestellt.


Geschichte Sekundarstufe II

Alltag in der DDR – Leben in der Diktatur

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Eine erste Annäherung an die ganz verschiedenen Alltage in der DDR kann nur gelingen, wenn zunächst die wesentlichen Ereignisse in der Geschichte der früheren Sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR in Erinnerung gerufen werden. Ihre Bedeutung für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger ist damit noch nicht erklärt. Ohne ihre Benennung würde jedoch eine Annäherung an die Besonderheiten des Lebens in der deutschen Nachkriegsdiktatur nicht möglich.
Wesentliche Strukturmerkmale des sozialistischen Staates DDR wurden vor seiner eigentlichen Gründung geschaffen: Die Verstaatlichung entscheidender Produktionsmittel (Grund und Boden, Großindustrie), die Ausschaltung konkurrierender politischer Kräfte und die Vorherrschaft einer politischen Partei wurden bereits in den Jahren unmittelbar nach dem Kriegsende, vor den Staatsgründungen beider deutscher Nachkriegsstaaten in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erreicht.
Ihre gesellschaftliche Durchsetzung war jedoch ein Prozess, der erst mit dem Mauerbau im August 1961 als abgeschlossen gelten kann. Nicht umsonst wird dieser deshalb heute als die eigentliche „Staatsgründung“ der DDR bezeichnet.
Die endgültige Schließung der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten stabilisierte die Diktatur entscheidend und ermöglichte erst den Umbau zu einer Gesellschaft, deren soziale Struktur mit anderen Diktaturen. sowjetischen Typs vergleichbar wurde. Dabei konnte sie jedoch ihr wichtigstes Kennzeichen, ein Staat ohne politische Legitimation im westlichen Sinne zu sein, nicht abstreifen.
Mit der Wandlung der westlichen Politik und vor allem mit der Entspannungspolitik der alten Bundesrepublik sah sich die DDR vor neue Herausforderungen gestellt. Zwar erlangte sie in den 1970er-Jahren ein Maß an internationaler Anerkennung, das in den 1950er-Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen war, musste sich dabei jedoch auch neuen Spielregeln unterwerfen, die in ihrem Inneren neue Spannungen hervorriefen und bereits vorhandene innere Legitimationsdefizite weiter verschärften. Insbesondere oppositionelle Bewegungen in anderen osteuropäischen Ländern hatten einen nachhaltigen Einfluss auf die Delegitimation der DDR in ihrem Inneren.
Mit dem Umschwung der sowjetischen Politik in der Mitte der 1980er- Jahre, dem Reformkurs von Michail Gorbatschow, wurden dann Reformhoffnungen geweckt, die trotz aller Versuche der SED in den 1970er- und 1980er-Jahren Wohlstandserwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden, im Rahmen der Diktatur nicht mehr lösbar waren.
Die Kenntnis der verschiedenen Entwicklungsphasen der politischen Geschichte der DDR ist schon allein aus dem Grunde wesentlich, um Vorstellungen von „dem Alltag“ in „der DDR“ von Anfang an einer kritischen Befragung zu unterziehen. Wer von „seinem Alltag“ in der DDR spricht, hat immer schon einen ganz spezifischen Abschnitt ihrer Entwicklung im Auge. Eine nachträgliche Rekonstruktion von Alltagserzählungen wird genau im Auge behalten müssen, von welcher Zeit – vor der Gründung, vor dem Mauerbau, in der Ära Ulbricht oder Honecker – die Rede ist. Die genaue Bestimmung der Zeitumstände einer Alltagserzählung ist ein wesentlicher Erkenntnisschritt beim Begreifen der untergegangenen DDR.
Als diese entstand, waren viele Menschen der Auffassung, sie würde gar nicht lange existieren. Als die Mauer dann stand, gingen umgekehrt die allermeisten Menschen davon aus, dass sie nun im wahrsten Sinne des Wortes „in Beton gegossen“ sei und so schnell nicht wieder verschwinden würde. Nach der Maueröffnung schienen und scheinen wiederum viele Menschen darüber erstaunt, wie schwer es ihnen vor 1989 fiel, die Anzeichen ihres Zusammenbruchs zu erkennen.

In dieser Ausgabe:

✔ Grundkurs: Leben in einer Diktatur
✔ Aufbaumodul: Verfolgung
✔ Erweiterungsmodul: Minderheiten
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
Alltag in der DDR

Das gesamte Unterrichtsmaterial
Alltag in der DDR


Geschichte Sekundarstufe II

Jugend in der DDR

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Kindheit und Jugend in einer Diktatur können ein Leben lang prägen. Die Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Diktatur ist gleichermaßen historischer Rückblick wie notwendige Beschäftigung mit der Gegenwart. Die Zeiten, in denen junge Leute in der DDR gelebt haben, sich möglicherweise an ihr gerieben oder mit ihr identifiziert haben, sind vorbei; die Prägungen freilich dauern an.
Ganz Ähnliches gilt für die Bilder: Die DDR ist längst untergegangen. Möglicherweise ist sie radikaler untergegangen als andere Diktaturen sowjetischen Typs, denn sie war von Anfang an eine (Staats-)Neugründung und verschwand mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums. Die Bilder von ihr sind es noch längst nicht. Sie ragen in unsere Gegenwart hinein und sind durchaus aktuell. Auf beide Zustände versucht diese Unterrichtseinheit zu reagieren. Sie soll erstens eine Auseinandersetzung mit Jugend und Kindheit in der DDR ermöglichen; zugleich führt sie zweitens in ganz unterschiedliche DDR-Bilder ein.

Alltagsgeschichte und Demokratie
Das Thema wird deshalb deutlich gegenwartsorientiert verstanden. Zwar wird eine – ggf. unangemessene – „Aktualisierung“ nicht angestrebt, jedoch hat das Thema unübersehbare Bezüge zur gegenwärtigen demokratischen Republik. Das Menschenbild der DDR-Erziehungspraxis, zentral für jede Auseinandersetzung mit Jugend und Kindheit in der DDR, kann ohne kritische Perspektive nicht vorgestellt werden: Der Maßstab der Kritik aber – das aufgeklärte und seine Sinne wie den Verstand frei entwickelnde und gebrauchende Individuum – ist ein Ideal der demokratischen Republik.
Die Schilderungen der verschiedenen Zeitzeugen, die in dieser Unterrichtseinheit zu Wort kommen, lassen sehr deutlich erkennen, wie fundamental bereits die ersten Jahre in der SBZ (1945–1949) die spätere DDR prägten: Demokratie, Sozialismus, Menschenwürde, Konsequenzen aus dem Nationalsozialismus, all diese Grundfragen hinterließen Spuren in der DDR – wie auch die Bundesrepublik. Insofern heißt Auseinandersetzung mit der DDR auch immer Auseinandersetzung mit den Grundlagen der heutigen Demokratie. Das Thema ist also mehrfach mít der gegenwärtigen Bundesrepublik und ihrem Selbstverständnis seit dem Ende der DDR verknüpft.

Voraussetzungen
1. In der hier präsentierten Unterrichtsreihe wird auf eine Rekonstruktion der Grundlagen der Diktatur in der DDR und die Darstellung der wesentlichen Grundzüge ihrer Geschichte verzichtet. Eine Einführung in diese Themen wird hier vorausgesetzt. (Diese Voraussetzungen können z.B. mit dem in der Reihe „Geschichte betrifft uns“erschienenen Heft „Alltag in der DDR. Leben in der Diktatur“, 4/2005 erarbeitet werden.) Wichtig ist allerdings, dass eine Vorstellung von den Grundlagen der Diktatur in der DDR und ihrer Geschichte existiert.
2. Die Rekonstruktion von Jugend und Kindheit in der DDR kann nur exemplarisch angelegt sein. Die sozialwissenschaftliche Forschung hat bislang nicht den Stand erreicht, der es erlauben würde, abgeschlossene Urteile abzugeben. Die verschiedenen Ansätze der Forschung zum Alltag in der DDR fördern zwar immer neue Erkenntnisse zu Tage, sie bilden jedoch begrenzte Erfahrungsbereiche ab, die sich nur begrenzt verallgemeinern lassen.
3. Angestrebt wird kein geschlossenes Bild sondern eher verschiedene jugendspezifische Zugänge zum Verständnis der deutschen kommunistischen Diktatur.
4. Verwendet wurden dabei Quelleneditionen und Analysen, die möglichst anschauliche Bilder vermitteln. Der Literaturanhang erleichtert darüber hinaus den Zugriff auf weiterführendes Material.

In dieser Ausgabe:

✔ 1. Teil: Erste Begegnung
✔ 2. Teil: Sozialistische Persönlichkeit
✔ 3. Teil: Situationen
✔ Aufbaumodul: Zivilcourage
✔ Erweiterungsmodul: Biografien
✔ Folien
✔ Klausurvorschlag

Zum Download:

Kostenloses Arbeitsblatt
Die Jugend in der DDR

Das gesamte Unterrichtsmaterial
Die Jugend in der DDR


Beim Bergmoser + Höller Verlag finden Sie unter buhv.de ein breit gefächertes Angebot an Unterrichtsmaterial, Arbeitsblättern und Kopiervorlagen.

Infografiken – DDR

Sekundarstufe I und II

DDR im Aufbruch

Nach dem Amtsantritt Michail Gorbatschows im Frühjahr 1985 kamen in der Sowjetunion, aber auch in einigen Ländern Osteuropas, vorher kaum denkbare Veränderungen in Gang. In Polen, wo die Opposition 1981 noch zurückgeschlagen worden war, musste sich die kommunistische Partei auf eine Machtteilung einlassen; in Ungarn setzten sich reformwillige Kräfte innerhalb der herrschenden Partei selbst an die Spitze des Demokratisierungsprozesses. Die DDR ging jedoch auf Distanz zur Reformpolitik der östlichen Führungsmacht. Oppositionelle Regungen wurden durch die Sicherheitskräfte unterdrückt, Reformforderungen für überflüssig oder gar für “staatsfeindlich” erklärt. Nur unter dem schützenden Dach…

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Infografik – DDR im Aufbruch


Sekundarstufe I und II

Volksaufstand in der DDR 1953

Unter der Herrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wurde die 1949 gegründete DDR alsbald nach dem politischen und gesellschaftlichen Modell der Sowjetunion umgestaltet. Im Juli 1952 proklamierte Walter Ulbricht auf der II. Parteikonferenz der SED den „planmäßigen Aufbau des Sozialismus“. Die danach in rascher Folge durchgesetzten Veränderungen führten zu wachsenden Versorgungsproblemen; Bauern, Mittelstand (Handwerker, Händler, Gewerbetreibende) und Kirche sahen sich zunehmenden Repressionen ausgesetzt, denen sich viele durch die Flucht in den Westen entzogen. Auch in der Arbeiterschaft wuchs die Unzufriedenheit, zumal…

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Infografik – Volksaufstand in der DDR 1953


Sekundarstufe I und II

Das Wahlsystem der DDR

In der Deutschen Demokratischen Republik liegt die Funktion der Wahlen wie in den übrigen sozialistischen Ländern ­ nicht darin, das Volk über konkurrierende Parteien und Programme und damit über die Zuweisung der politischen Macht im Staate entscheiden zu lassen, denn die politisch führende Rolle der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED) als der „Partei der Arbeiterklasse” ist eine von vornherein feststehende Grundlage des gesellschaftlichen und staatlichen Systems. Wie es dem Wesen der „sozialistischen Demokratie” entspricht, dienen die Wahlen vielmehr in erster Linie der Mobilisierung und politisch-moralischen Integration der Bevölkerung, der Vermittlung…

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Infografik – Das Wahlsystem der DDR


Download: Infografik – Rechtsprechung in der DDR
Download: Infografik – Deutschland und die Vereinten Nationen


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