Ethik | Aktuelle Nachrichten

Unterrichtsmaterial mit Bezug auf aktuelle Nachrichten! Jeden Tag sehen Sie beim Blick in die Zeitungen, dass Ereignisse wie die Diskussion um Whistleblowing oder auch das Einkaufen bei Primark sich für den Ethikunterricht anbieten.

Wir bereiten diese Themen einsatzbereit für Ihren Unterricht vor!


Übersicht der Themen im Bezug auf aktuelle Nachrichten:

  1. Die arabische Welt: Zwischen Demokratisierung und Bürgerkrieg
  2. Edward Snowden: Freiheitskämpfer oder Verräter?
  3. Kaufen bei Primark: Darf ich das eigentlich?

Aktuelle Nachrichten: „Die arabische Welt: Zwischen Demokratisierung und Bürgerkrieg“

Politik Sekundarstufe II

Die arabische Welt

Als sich der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi in seiner Verzweiflung öffentlich verbrannte, rechnete niemand damit, dass dieses Schicksal eines Einzelnen den gesamten arabischen Raum verändern würde. Die lang aufgestaute Unzufriedenheit brach aus den Menschen heraus und führte zu den größten Protesten, die die arabischen Länder je erlebt hatten. Es entlud sich auf einmal die ganze Unzufriedenheit über die wirtschaftliche und politische Situation. Die Menschen ärgerten sich über soziale Missstände, die Gier der Herrschenden, die hohe Arbeitslosigkeit und die mangelnde Mitbestimmung in ihren Ländern. In Tunesien führten diese Proteste rasch zum Sturz des verhassten Präsidenten Ben Ali, der nach Saudi-Arabien flüchtete. Die Jasmin-Revolution — Jasmin ist die Nationalblume Tunesiens — ermutigte Menschen in den anderen arabischen Staaten, für ihre Rechte aufzustehen. Auch in Ägypten kam es zu Massenprotesten, die schlussendlich zum Rücktritt des Präsidenten Mubarak und zu Neuwahlen führten. Im weiteren Verlauf des Arabischen Frühlings kam es zu massiven Aufständen in Libyen, die allerdings auf den erbitterten Widerstand der staatlichen Sicherheitskräfte stießen und zu einem gewaltsamen und grausamen Bürgerkrieg führten. Auch in Syrien wurden die Proteste und Demonstrationen der Regimegegner mit brutaler Gewalt beantwortet und es begann ein bis heute nicht endender Bürgerkrieg, der bereits sehr vielen Menschen das Leben gekostet hat. Die Situation, die sich heute zeigt, ist extrem unübersichtlich. In Tunesien ist es gelungen, den Übergang zu einer neuen Regierung ohne Blutvergießen zu gestalten. Das scheint aber auf den ersten Blick auch der einzige Erfolg des Arabischen Frühlings zu sein. Der Blick auf die anderen Länder ist doch sehr ernüchternd. Lang anhaltende Kämpfe wüten bis heute in weiten Teilen Syriens und Libyen ist dabei, in der Anarchie zu versinken. Stammeskriege sind wieder ausgebrochen, konkurrierende Clans bekämpfen sich und islamische Extremisten verbreiten ihr brutales archaisches Regime über weite Teile des Nahen Ostens. Was als Kampf um mehr politische und ökonomische Rechte begann, erweist sich heute häufig als nackter Kampf ums Überleben. Auch in Ägypten ist die anfängliche Aufbruchsstimmung verflogen. Nachdem die freien Wahlen den Muslimbruder Mohammed Mursi ins Amt des Präsidenten gebracht hatten, versank das Land in lang anhaltende Auseinandersetzungen und brutale Konflikte. Ein Militärputsch und die Wahl des ehemaligen Oberkommandierenden der Streitkräfte Abd al-Fattah as-Sisi zum Präsidenten haben den Demokratisierungsprozess auch in Ägypten jäh beendet. Lange wurden die Aufstände des Arabischen Frühlings in den westlichen Demokratien begrüßt und als Weg zu Selbstbestimmung und Demokratie gesehen. Als in Libyen die Situation eskalierte, intervenierten einige arabische Länder und NATO-Staaten aufgrund des humanitären Völkerrechts, um die Menschenrechte zu schützen und die Selbstbestimmung des libyschen Volkes zu unterstützen. Die internationale Staatengemeinschaft hat mit der humanitären Intervention in Libyen leider wenig erreicht. Zwar konnte der blutige Bürgerkrieg zwischen der alten Garde um Gaddafi beendet werden, aber es gelang auch hier nicht, Staat und Gesellschaft zu demokratisieren. Die Wahrnehmung des Arabischen Frühlings hat sich stark verändert. Ging es anfangs um Selbstbestimmung und Demokratie, also um einen Herrschaftskonflikt, ist die Situation…

Diese Ausgabe beinhaltet:

✔ Der Arabische Frühling: Der Kampf um mehr Rechte
✔ Vom Freiheitskampf zum Bürgerkrieg: Staatszerfall und die Folgen
✔ Soll sich Deutschland international stärker engagieren?!
✔ Kontrovers diskutiert: Was bleibt vom Arabischen Frühling?

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Kostenloses Arbeitsblatt
Die arabische Welt

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Die arabische Welt


Infografiken zur arabischen Welt

Das politische System Saudi-Arabiens

Am Anfang der saudischen Staatsbildung steht das Bündnis des islamischen Predigers Muhammad Ibn Abd al-Wahhab mit dem beduinischen Emir Muhammad Ibn Saud im Jahr 1744. Es markiert den Beginn einer bis heute bestehenden Allianz zwischen der wahhabitischen Geistlichkeit und der saudischen Herrscherdynastie, die religiöse Autorität mit Stammestradition verbindet. Doch erst im Zuge der regionalen Umbrüche nach dem Ersten Weltkrieg gelang Abd al-Aziz Ibn Saud die Unterwerfung rivalisierender Stämme auf der arabischen Halbinsel. Mit der Eroberung von Mekka und Medina 1926 wurde er zum „Hüter der Heiligen Stätten“; 1932 begründete er das Königreich…

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Das politisches System Saudi-Arabiens


Sekundarstufe I und II

Der Arabische Frühling

Als sich im Dezember 2010 der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi aus Verzweiflung über seine wirtschaftliche Lage selbst verbrannte, ahnte niemand, dass dies der Auftakt einer beispiellosen Revolutionswelle in der arabischen Welt sein würde. Doch am Ende des Jahres 2011 hatten massenhafte Proteste in Tunesien und Ägypten die langjährigen Präsidenten aus der Macht gedrängt, war der libysche Diktator Gaddafi gestürzt und befand sich Syrien am Rande des Bürgerkriegs. Auch in anderen arabischen Staaten brodelte es. Die Proteste wurden im Wesentlichen von der Jugend getragen, die in den arabischen Ländern über ein Drittel der Bevölkerung ausmacht. Die Wut über soziale und…

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Der Arabische Frühling


Aktuelle Nachrichten: „Snowden Affäre“

Ethik Sekundarstufe I

Edward Snowden: Freiheitskämpfer oder Verräter?

Aufbau und inhaltliche Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Stellen persönliche Daten, und damit auch Rechte und Freiheiten von Bürgern, im digitalen Zeitalter noch ein Gut dar, dessen Schutz realistisch ist? Vor diesem Hintergrund wird die Person Edward Snowden kontrovers diskutiert.
Für den Unterricht im Fach Praktische Philosophie/Ethik ist die Diskussion um Snowden interessant, da sich hier dringlich die Frage nach der ethischen Qualität seines Handelns und insbesondere nach der Verantwortbarkeit seines Tuns stellt. Damit eng verbunden sind Fragen nach Möglichkeit und Notwendigkeit von Privatheit im digitalen Zeitalter und nach den Chancen und Gefahren informationstechnologischer Entwicklungen. 
Die Thematik hat einen konkreten Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, weil gerade auch durch Handy- und Internetüberwachung für die Jugendlichen ein wichtiger Bereich ihres persönlichen Lebens betroffen ist und die Frage nach Persönlichkeitsrechten und Datensicherheit hier ganz konkret wird.
Die Frage nach dem Umgang mit Whistleblowern wie Snowden berührt innerhalb der unterschiedlichen Fragenkreise vor allem folgende inhaltliche Schwerpunkte des Faches Ethik/Praktische Philosophie: „Entscheidung und Gewissen“, „Freiheit und Verantwortung“, „Wahr und falsch“ bzw. „Virtualität und Schein“.

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Edward Snowden: Freiheitskämpfer oder Verräter?

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Edward Snowden: Freiheitskämpfer oder Verräter?


Infografiken – Geheimdienste

Sekundarstufe I und II

Die Geheimdienste der USA

Spionage und verdeckte Operationen gab es in den Vereinigten Staaten seit ihren Anfängen. Erste organisierte Geheimdienste der Marine und der Armee entstanden in den 1880er Jahren. Als Inlandsgeheimdienst wurde 1908 das dem Justizministerium unterstellte Bureau of Investigation geschaffen, 1935 umbenannt in Federal Bureau of Investigation (FBI). Die heutige Struktur der amerikanischen Geheimdienste entwickelte sich jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. 1947 unterzeichnete Präsident Truman den National Security Act, mit dem die Central Intelligence Agency (CIA) gegründet und ein zentral koordinierter Geheimdienstapparat geschaffen wurde. Die…

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Infografik – Die Geheimdienste der USA


Sekundarstufe I und II

Budget und Personal der US-Geheimdienste

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 investierten die USA massiv in ihre Nachrichtendienste. Die Höhe des jährlichen Budgets für die Geheimdienste wird erst seit 2007 veröffentlicht; Schätzungen gehen aber davon aus, dass es sich von 2001 bis 2013 annähernd verdoppelte. Wie sich die Gelder auf die einzelnen Nachrichtendienste und Programme verteilen und wofür sie verwendet werden, geht aus geheimen Dokumenten hervor, die der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden an die Washington Post übermittelte.
Demnach beantragte die US-Regierung für das Fiskaljahr 2013 ein Gesamtbudget von 52,6 Mrd US-$, bei einer anvisierten Personalstärke von…

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Infografik – Budget und Personal der US-Geheimdienste


Ethik Sekundarstufe I und II

Nachrichtendienste in Deutschland

Die Aufgabe von Nachrichtendiensten besteht im Sammeln und Auswerten von Informationen, die für den Schutz eines Landes vor inneren und äußeren Gefahren und für seine Interessenvertretung nach außen Bedeutung haben. Die Informationen stammen zu einem großen Teil aus öffentlich zugänglichen Quellen, können aber auch auf heimlichen Wegen beschafft werden (z.B. durch Observation, den Einsatz von Agenten oder Vertrauenspersonen, sog. V-Leuten, oder die Überwachung des Nachrichtenverkehrs).
In Deutschland gibt es drei Nachrichtendienste mit jeweils eigenen Zuständigkeiten. Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik…

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Infografik – Nachrichtendienste in Deutschland


Aktuelle Nachrichten: „Moral und Konsum“

Ethik Sekundarstufe I

Kaufen bei Primark: Darf ich das eigentlich?

Der irische Textil-Discounter Primark hat es bei Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit zu einer Art Kultstatus gebracht, da er extrem niedrige Preise auf der einen mit modischem Chic auf der anderen Seite vereint. Gleichzeitig ist die Modekette aber seit dem Einsturz eines Fabrikgebäudes im Jahr 2013 und dann nach der Entdeckung vermutlich gefälschter Hilferuf-Etiketten in den Fokus medialer Kritik geraten, die auch die Frage nach der ethischen Verantwortbarkeit des Einkaufs bei Primark aufwirft. Die Unterrichtsstunde nutzt die Möglichkeit, an einem aus der unmittelbaren Lebenswelt der Schüler gegriffenen Beispiel die ethische Dimension alltäglicher Handlungen zu veranschaulichen und ethische Urteilskompetenz einzuüben. 

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Kaufen bei Primark: Darf ich das eigentlich?

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Kaufen bei Primark: Darf ich das eigentlich?


Beim Bergmoser + Höller Verlag finden Sie unter buhv.de ein breit gefächertes Angebot an Unterrichtsmaterial, Arbeitsblättern und Kopiervorlagen.

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